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Discounter senken Preise

Mal eine Nachricht der anderen Art auf diesem Blog.

Über den Ticker der Finanznachrichten kam folgende Meldung:  Preise fallen im Wettbewerb der Discounter weiter.

In der kurzen Zusammenfassung heißt das, dass Aldi, Lidl und dem Penny-Markt senkten die Preise von Milchprodukten und anderen Lebensmitteln, Edeka, Rewe, Netto und Norma ziehen nach. Das bedeutet einen Preisverfall in der Größenordnung von 20 – 40% in der letzten Zeit. Im Kern riecht dieser Preisverfall schon schwer nach Deflation, was in Anbetracht der aktuellen Staatsverschuldungen im Euroraum erstaunlich ist.

Laut Prof. Dr. Gustav A. Horn in einer Aussage vom Februar, ist das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in einer lange andauernden Rezession mit deflationären Tendenzen stecken bleibt, derzeit deutlich größer als die Wahrscheinlichkeit einer mittelfristig stark steigenden Inflation. Trotz aktuell hoher Kreditaufnahme seidie staatliche Konjunkturstabilisierung auch nach dem Abflauen der Krise mit der Geldwertstabilität vereinbar. Prof. Dr. Gustav A. Horn ist wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Laut ihm liefern die aktuellen Daten keine Basis für Warnungen.

Quelle:  Institut Makroökonomie und Komjunkturforschung (IMK) 25.02.2009 (Anm. 12.02.2014: Link entfernt, da nicht mehr existent)

Die Wirtschaft zeigt zwar im Moment schon wieder schwache Zeichen der Erholung, aber sollte sich dieser Trend nur als kurzes Strohfeuer, angefacht von staatlichen Subventionen entpuppen, könnten wir Gefahr laufen, ähnlich Japan in eine Phase der Deflation-Rezession zu rutschen. Japan hatte darunter ca. 10 Jahre zu leiden.

(Ich bin kein Pessimist – aber kenne gern den Worst Case)