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Amazon und die Zalando Story

Heute gab es eine Email von Amazon. In der Email schrieb Amazon, dass Sie die Konkurrenz von Zalando spüren. Das stand dort natürlich nicht wörtlich. Die Partnerverantwortlichen von Amazon, die diese Email verantworten, wußten diesen Inhalt in etwas andere Worte zu kleiden.

Das las sich dann so:

Guten Tag, Uli Häfele,
um unser Bekleidungs- und Schuhsortiment der neuen Herbst-/Winter Kollektion mit Marken wie z.B. René Lezard oder Roeckl vorzustellen, bieten wir unseren Partnern im 4. Quartal 2013 eine Provision von 9% ohne Deckelung auf alle qualifizierten Bestellungen in den Kategorien Bekleidung und Schuhe bei Amazon.de an continue reading this. Diese Aktion gilt nur im Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2013. Während des Aktionszeitraums erhalten Sie eine volumenunabhängige Provision von 9% ohne Deckelung für qualifizierte Einkäufe auf Amazon.de aus den Kategorien Bekleidung und Schuhe (bitte hier klicken, um die Teilnahmebedingungen und Konditionen der Aktion einzusehen). Für alle anderen Produkte wird die Standardprovision für Ihre Store-ID ausgezahlt

Mit freundlichen Grüßen
Amazon.de Partnerprogramm

Dieses Angebot läßt sich unschwer als Reaktion auf die Modeaktivitäten von Zalando interpretieren. Zalando wird es für das Jahr 2013 zugetraut, die Grenze von 2 Mrd. Umsatz zu kacken.

Retouren Handling – Zalando wirds zu teuer

„Schrei vor Glück – oder schick’s zurück“ als Slogan ist schon der Garant für hohe Retourenquoten. Während die deutsche Modeversandbranche in der Regel mit Quoten von bis zu 50% rechnet, lagen diese bei Zalando bei 70% oder mehr.

Zalando zieht hier nun Offensiv die Notbremse und geht gegen „Zurückschicker“ vor. Im ersten Schritt erhält der Kunde Empfehlungen, wie er Retouren vermeiden kann. Wenn das nicht ausreicht, wird die Bestellung nur noch gegen Vorkasse erlaubt.

Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter bestreitet in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (Anmerkung 31.01.2016: Der Link zur Financial Times Deutschland wurde entfernt, da die FTD nicht mehr existiert) , dass die Retourenquoten von Zalando ein Problem seien, wirklich glaubhaft wirkt er damit allerdings nicht.

Sowohl in Hinblick auf Zalandos Bestrebung, den Shop zum Marktplatz auszubauen und die Reichweite für fremde Händler zu nutzen, als auch im Hinblick auf einen zukünftigen Exit in Form eines Tradesales oder IPOs ist eine solche Retourenquote ein echter Erfolgskiller. Ob die Form, wie das Thema aktuell angegangen wird, die richtige ist, sei dahingestellt.

Zalando wird zum Marktplatz

In der Politik müßte es an dieser Stelle heißen: „Wie in der Regel wohlinformierte Kreise verlauten lassen…“:
Zalando macht den nächsten Schritt in seiner Entwicklung. Nachdem in den letzten zwei Jahren viel Geld in Online-Marketing und damit Reichweite investiert wurde, will Zalando die Reichweite nun im großen Stil vermarkten. Dazu schlägt Zalando den Weg ein, den [intlink id=“623″ type=“post“]Amazon und Neckermann[/intlink] bereits einige Jahre früher erfolgreich beschritten haben – der Online – Shop wird zum Marktplatz.

Noch darf gerätselt werden, ob verlgeichbar zu Amazon ein offener Marktplatz geschaffen wird, auf dem jeder handeln kann, oder ob wie Neckermann eine exklusive Händlerschaft selektiert wird, die ein gut selektiertes Sortiment im Namen von Neckermann liefern.