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Shop Nutzung Deutschland

Bei der Nutzung von Online-Shops gibt es mal wieder interessante Neuigkeiten. Das t3n Magazin hat gemeinsam mit Versa Commerce eine Umfrage durchgeführt um einige Rahmendaten im deutschen eCommerce zu ermitteln.

Teilnehmer der Umfrage waren 585 „kleine bis mittlere“ Online Händler. Leider ist die Definition von „klein bis mittlere“ etwas ungenau, was die Aussagekraft der Studie schwächt. Ein trotzdem überraschendes Ergebnis ergab sich bei der Nutzung der diversen Shop-Plattformen.

shopsysteme deutschland laut t3n Umfrage

Die erste Überraschung, ist eine positive für Shopware. Das Shopsystem hat mit 20% die Führung in diesem Segment übernommen.  Magento verliert im deutschsprachigen Raum an Boden, was durch fehlenden Support und Probleme beim letzten Release sicherlich zu erklären ist. Der Innovationsstau der Oxid leider seit einiger Zeit lähmt macht sich in einem schwindenden Marktanteil im Stammsegment des Shops bemerkbar.

Retouren Handling – Zalando wirds zu teuer

„Schrei vor Glück – oder schick’s zurück“ als Slogan ist schon der Garant für hohe Retourenquoten. Während die deutsche Modeversandbranche in der Regel mit Quoten von bis zu 50% rechnet, lagen diese bei Zalando bei 70% oder mehr.

Zalando zieht hier nun Offensiv die Notbremse und geht gegen „Zurückschicker“ vor. Im ersten Schritt erhält der Kunde Empfehlungen, wie er Retouren vermeiden kann. Wenn das nicht ausreicht, wird die Bestellung nur noch gegen Vorkasse erlaubt.

Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter bestreitet in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (Anmerkung 31.01.2016: Der Link zur Financial Times Deutschland wurde entfernt, da die FTD nicht mehr existiert) , dass die Retourenquoten von Zalando ein Problem seien, wirklich glaubhaft wirkt er damit allerdings nicht.

Sowohl in Hinblick auf Zalandos Bestrebung, den Shop zum Marktplatz auszubauen und die Reichweite für fremde Händler zu nutzen, als auch im Hinblick auf einen zukünftigen Exit in Form eines Tradesales oder IPOs ist eine solche Retourenquote ein echter Erfolgskiller. Ob die Form, wie das Thema aktuell angegangen wird, die richtige ist, sei dahingestellt.

US-Trends im E-Commerce

 Die Forrester-Analystin Sucharita Mulpuru erläutert für die InternetWorld.de , welche drei Themen E-Retailer 2012 auf dem Radar haben sollten.

ich möchte diesen Artikel hier nicht wiederholen sondern nur auf eine These von Frau Mulpuru eingehen. Im Interview wird die Frage nach Amazon gestellt.

Warum ist Amazon so ein großer Konkurrent für Online Shops?

Mulpuru: In den USA wächst Amazon schneller als der gesamte Online-Retail-Handel. Das bedeutet: Das Unternehmen nimmt anderen Online-Händlern mit seiner aggressiven Versand- und Preisstrategie Marktanteil weg. Das ist deshalb möglich, weil das Unternehmen breit aufgestellt ist und weil es ein Marktplatzmodell verfolgt. Als Marktplatzbetreiber vermietet Amazon Online-Ladenfläche an einen Verkäufer und nimmt dafür 15 Prozent Provision. Das ist sehr, sehr lukrativ und ein wichtiger Treiber für den Erfolg des Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig setzt das die Preise von allen anderen Händlern unter Druck. Zusätzlich bringen sie eigene Tablets heraus und vermarkten das Amazon-Prime-Programm. Für viele aktive Online-Käufer ist Amazon deshalb die erste Adresse im Web. Händler müssen überlegen, wie sie sich gegenüber Amazon positionieren.

Welche Strategien sind hier möglich?

Mulpuru: Die Hauptstrategie ist, einen eigenen Marktplatz zu schaffen, die Vielfalt der Produkte auf der eigenen Webseite zu erhöhen und mit Amazons Preisen mitzuhalten. Es gibt eine Reihe weiterer Möglichkeiten, zum Beispiel ein differenziertes Produktangebot zu schaffen, mit neuen Produktkategorien und neuen Shop-Layouts zu experimentieren oder die Abholung der online bestellten Ware im stationären Laden zu ermöglichen. Es gibt einige neue Ansätze in den USA für das Fulfillment. So kooperieren beispielsweise Online-Fotohändler mit lokalen Drugstores, bei denen Kunden die im Web bestellten Bilder abholen können.

Quelle: http://www.internetworld.de/Heftarchiv/2012/Ausgabe-03-2012/US-Trends-im-E-Commerce

Die im ersten Absatz von Frau Mulpuru geäußerte These, dass Amazon eine Bedrohung für den E-Retailer darstellt ist in sich schlüssig und hat mein volle Unterstützung. Etwas zu einseitig. Es wird alleine die Sicht der von Amazon erzielten Online-Reichweite betrachtet, aber vernachlässigt, dass Amazon als Marktplatz diese Reichweite nicht alleine bedient. Aus Sicht des am Marktplatz teilnehmenden Händlers ist in der 15% Amazon Fee neben dem Inkasso und dem Handelsmarktplatz auch das Marketing enthalten. In Anbetracht steigender Online-Marketing Kosten, stellen sich 15%  Anteil als echtes Schnäppchen dar. Mit einer passenden Lösung wie brickfox hat jeder Online-Händler die Möglichkeit den Handels- und Reichweitenvorteil, den Amazon bietet für sich zu nutzen.

Der Aufbau eigenen Marktplätze stzt voraus, dass der Händler in der Lage ist eigene Reichweite für sich und andere Marktteilnehmer zu generieren. Dies wird nur den wenigsten Marktteilnehmern effektiv möglich sein.