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Mulitchannel E-Commerce – das Bundeskartellamt schlägt zurück

Wer das Geschehen rund um den Handel mit Markenware auf Marktplätz wie amazon oder ebay verfolgt, für den war es nur eine Frage der Zeit, wann das Vorgehen einiger Markenartikel Hersteller gegenüber Online Händlern das Bundeskartellamt auf den Plan rufen würde.

Zur Erinnerung, [intlink id=“1573″ type=“post“]2012 hat sich adidas dazu entschlossen[/intlink], den Handel mit adidas Produkten über amazon zu reglementieren. Der Online Handel mit adidas Turnschuhen wurde mit hohe Qualitätskriterien belegt, die laut adidas von amazon nicht erfüllt werden. Ein adidas Vertragshändler der seine Ware bei amazon verkauft, muß seitdem damit rechnen, von adidas nicht mehr beliefert zu werden. Das Ziel des Vorgehens ist Vordergründig die Stärkung des Fachhandels. Weiterlesen

Kaum da schon wieder weg, Amazon Webstores werden eingestellt

http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/02/amazonservices/wba-top-logo-europe._V388061847_.pngAm 18.07.2012 hat Amazon zu einer Verantaltung nach Berlin geladen. Im Vorfeld wollte mir mein Ansprechpartner nicht so recht sagen, um was es geht, es sei sehr wichtig und eine riesen Innovation, dass dieser Tag auch der Tag  der Neckemann Pleite war, ist reiner Zufall.
In Berlin wurde dann, mit viel Tamtam und mehr Vertretern von Amazon USA als Besuchern aus Deutschland, der Amazon Webstore für .de vorgestellt. Weiterlesen

US-Trends im E-Commerce

 Die Forrester-Analystin Sucharita Mulpuru erläutert für die InternetWorld.de , welche drei Themen E-Retailer 2012 auf dem Radar haben sollten.

ich möchte diesen Artikel hier nicht wiederholen sondern nur auf eine These von Frau Mulpuru eingehen. Im Interview wird die Frage nach Amazon gestellt.

Warum ist Amazon so ein großer Konkurrent für Online Shops?

Mulpuru: In den USA wächst Amazon schneller als der gesamte Online-Retail-Handel. Das bedeutet: Das Unternehmen nimmt anderen Online-Händlern mit seiner aggressiven Versand- und Preisstrategie Marktanteil weg. Das ist deshalb möglich, weil das Unternehmen breit aufgestellt ist und weil es ein Marktplatzmodell verfolgt. Als Marktplatzbetreiber vermietet Amazon Online-Ladenfläche an einen Verkäufer und nimmt dafür 15 Prozent Provision. Das ist sehr, sehr lukrativ und ein wichtiger Treiber für den Erfolg des Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig setzt das die Preise von allen anderen Händlern unter Druck. Zusätzlich bringen sie eigene Tablets heraus und vermarkten das Amazon-Prime-Programm. Für viele aktive Online-Käufer ist Amazon deshalb die erste Adresse im Web. Händler müssen überlegen, wie sie sich gegenüber Amazon positionieren.

Welche Strategien sind hier möglich?

Mulpuru: Die Hauptstrategie ist, einen eigenen Marktplatz zu schaffen, die Vielfalt der Produkte auf der eigenen Webseite zu erhöhen und mit Amazons Preisen mitzuhalten. Es gibt eine Reihe weiterer Möglichkeiten, zum Beispiel ein differenziertes Produktangebot zu schaffen, mit neuen Produktkategorien und neuen Shop-Layouts zu experimentieren oder die Abholung der online bestellten Ware im stationären Laden zu ermöglichen. Es gibt einige neue Ansätze in den USA für das Fulfillment. So kooperieren beispielsweise Online-Fotohändler mit lokalen Drugstores, bei denen Kunden die im Web bestellten Bilder abholen können.

Quelle: http://www.internetworld.de/Heftarchiv/2012/Ausgabe-03-2012/US-Trends-im-E-Commerce

Die im ersten Absatz von Frau Mulpuru geäußerte These, dass Amazon eine Bedrohung für den E-Retailer darstellt ist in sich schlüssig und hat mein volle Unterstützung. Etwas zu einseitig. Es wird alleine die Sicht der von Amazon erzielten Online-Reichweite betrachtet, aber vernachlässigt, dass Amazon als Marktplatz diese Reichweite nicht alleine bedient. Aus Sicht des am Marktplatz teilnehmenden Händlers ist in der 15% Amazon Fee neben dem Inkasso und dem Handelsmarktplatz auch das Marketing enthalten. In Anbetracht steigender Online-Marketing Kosten, stellen sich 15%  Anteil als echtes Schnäppchen dar. Mit einer passenden Lösung wie brickfox hat jeder Online-Händler die Möglichkeit den Handels- und Reichweitenvorteil, den Amazon bietet für sich zu nutzen.

Der Aufbau eigenen Marktplätze stzt voraus, dass der Händler in der Lage ist eigene Reichweite für sich und andere Marktteilnehmer zu generieren. Dies wird nur den wenigsten Marktteilnehmern effektiv möglich sein.

Zalando wird zum Marktplatz

In der Politik müßte es an dieser Stelle heißen: „Wie in der Regel wohlinformierte Kreise verlauten lassen…“:
Zalando macht den nächsten Schritt in seiner Entwicklung. Nachdem in den letzten zwei Jahren viel Geld in Online-Marketing und damit Reichweite investiert wurde, will Zalando die Reichweite nun im großen Stil vermarkten. Dazu schlägt Zalando den Weg ein, den [intlink id=“623″ type=“post“]Amazon und Neckermann[/intlink] bereits einige Jahre früher erfolgreich beschritten haben – der Online – Shop wird zum Marktplatz.

Noch darf gerätselt werden, ob verlgeichbar zu Amazon ein offener Marktplatz geschaffen wird, auf dem jeder handeln kann, oder ob wie Neckermann eine exklusive Händlerschaft selektiert wird, die ein gut selektiertes Sortiment im Namen von Neckermann liefern.

Übersicht B2C Online Marktplätze

Online Marktplätze haben sich in den letzten Jahren als fester Bestandteil des Online Handels etabliert. Sowohl im B2c als auch im B2B Bereich spielen Marktplätze ihre Rolle. Während im B2C Bereich aktuell kein Weg mehr um Amazon herumführt, das mit einer Reichweite von über 4% in Deutschland die No. 1 der Shopping Welt ist, drehen Marktplätze im B2B Bereich ein eher kleines Rad. Es scheint sich für jede Branche ein oder mehrere Handelsmarktplätze zu etablieren.

Was sind Online Marktplätze?

Um als Marktplatz in dieser Sammlung dabei zu sein sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Offen für Händler
    D.h. der Zugang ist theoretisch für jeden Händler offen und die Zugangskriterien sind für den Händler erkenntlich. Amazon ist ein Marktplatz, da fast jeder dort handeln kann. Neckermann ist kein Marktplatz in dieser Hinsicht, da das Neckermann Produktportfolio zwar von vielen Händlern geliefert wird, der Zugang aber sehr restriktiv ist.
  • Eigenes Marketing
    Der Händler erlangt durch den Marktplatz den Zugang zu einer durch den Marktplatz selbst angesprochenen Zielgruppe.
  • Wettbewerb
    Es ist nicht apriori nur ein Händler als Lieferant für ein Produkt zugelassen.
  • Kein eigener Shop
    Um auf einem Online Marktplatz zu handeln brauche ich nicht zwingend einen eigenen Online Shop. Dieser wird mir über den Marktplatz bereitgestellt. Mit diesem Zusatz fallen reine Online Marketing Plattformen wie billiger.de aus dieser Sammlung heraus. Eine Übersicht über [intlink id=“634″ type=“post“]Produkt und Preissuchmaschinen[/intlink] ist ebenfalls im Block zu finden
  • n:1:m Kommunikation
    Eine Vielzahl von Händlern (n) kommuniziert über denselben Markt (1) mit vielen Kunden (m).

Wikipedia spricht anstatt von Online Marktplatz in diesem Zusammenhang vom virtuellen Marktplatz.

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Übersicht Produkt- und Preissuchmaschinen

Es ist naheliegend nach den [intlink id=“623″ type=“post“]Online Marktplätzen[/intlink] auch eine Übersicht der Produktsuchmaschinen ,Preissuchmaschinen und Preisvergleichen aufzustellen. Weiterlesen

Amazon erzwingt Preisparität – Nachtrag

Nicht nur ich, auch das Kartellamt, so schreibt zumindes die Wirtschaftswoche.

Zitat Wirtschaftswoche:

Wie das Bundeskartellamt bestätigte, prüft die Behörde derzeit, ob sie ein förmliches Verfahren gegen den Konzern eröffnet. Eine ähnliche Prüfung läuft bei der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs, bestätigte ein Sprecher.

Die Wirtschaftswoche zitiert den Internet-Rechtsexperten und Jurist Johannes Richard. Dieser  bezeichnetdas Amazon vorgehen als eindeutig rechtswidrig. Durch eine Marktbeherrschende Stellung verstoße das vorgehen gegen europäisches Wettbewerbsrecht.

Amazon spielt dabei den Unschuldigen. Preisparität sei in den USA und anderen europäischen Ländern schon eingeführt und diene nur dazu dem Kunden immer günstige Preise zu garantieren.

Der bereits benannte Jurist, ist in diesem Zusammenhang bereits gerichtlich gegen Amazon aktiv. Auf der Kanzleiwebsite ist zu lesen:

Die Betreiberin des Zentralen Verzeichnisses Antiquarischer Bücher (ZVAB), die mediantis AG, hat nunmehr vor dem Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Amazon erwirkt (Az.: 37 O 7636/10).

Quellen: