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Grundlagen – User Declared Information Targeting

Ein Wortkonstrukt, das schon durch länge besticht ist „User Declared Information Targeting“. Es steht für Targeting auf der Basis von Daten, die ein Besucher freiwillig über sich bekannt gibt. Ein Form des Targeting, die gerne von den großen Communities genutzt wird. Ein Facebook, MySpace oder Flickr Profil enthält exakt die Informationen, die durch Predictive Behavioural Trageting „mühselig“ vorhergesagt werden.
Diese Art des Targeting hat oft einen leicht anrüchigen Beigeschmack, da Sie zumindest in Europa scharf an den Grenzen des Datenschutz agiert.

Grundlagen – Predictive Behavioural Targeting

Beim Predictive Behavioural Targeting wird ein Nutzer anonym beobachtet. Aufgrund von Verhaltensmustern wird dann versucht, Eigenschaften des Nutzers vorherzusagen. Ein einfaches Beispiel macht dies deutlich. Ein Portalanbieter weiss Aufgrund von Anmeldedaten, dass männliche Benutzer in der Altersgruppen von 14 – 18 Jahr bevorzugt ein bestimmtes Spielegenre nutzt. Daraus ist der Schluss möglich, dass ein anonymer Besucher eine Spiels dieses Genres mit einer betimmten Wahrscheinlichkeit in dieses Alterssegment fällt.

Das Beispiel ist zugegebenermaßen trivial. Doch zum einen ist trivial beim Targeting nicht gleichbedeutend mit schlecht und zum anderen wird die Karte der Prädiktion von einigen Anwendern par Excellence gespielt.

Basis für die Vorhersage von Eigenschaften ist immer eine Segmentierung auf der Basis der Eigenschafen, die vorhergesagt werden sollen. Bevorzugt werden hier soziodemographische Eigenschaften genutzt. Es sind in der Praxis aber auch andere Arten der Vorhersage in Gebrauch

Grundlagen – Retargeting

Wer Retargeting mit „zurückzielen“ übersetzt liegt komplett daneben – gemeint ist „nochmals zielen“ oder „wieder und wieder zielen“. Ein erkanntes Target, das eine betimmte Aktion abgebrochen hat oder einfach nicht ausgeführt hat wird dabei erneut ins Visier. Ein gut gemachtes Retargeting erfordert viel Fingerspitzengefühl, um den Nutzer nicht zu verärgern.

Meines erachtens sollte man von Anwendungen Abstand nehmen, die einen daran erinnern, dass man noch ein Produkt im Warenkorb hat. Es sollte vielmehr sehr genau auf die momentane Situation eines Nutzers geachtet werden.

Ein gutes Beispiel ist der Fall einer Bank, die auf der eigenen Site ein Retargeting implementiert. Dabei werden gezielt Benutzer angeprochen, die den Abschluss eines Kontos abgebrochen haben. Der Abruch mußte dabei exakt bei der Auswahl des Kontotyps erfolgen. Das Interaktionsszenario wurde auf Daten erzeugt, die nachweisen konnten, dass ein Großteil dieser Besucher noch keine Kenntnisse über die unterschiedlichen Konten hatten.

Grundlagen – Sprachbasiertes Targeting

Sprachbasiertes Targeting ist ein Überbegriff. Entgegen dem ersten Eindruck bezieht es sich nicht nur auf Sprachen im Sinne der Zugehörigkeit zu einer Sprachgruppe, sondern auf alle Spielarten der Platzierung aufgrund sprachlicher Elemente. Dazu gehören Suchwort Targeting, Content Targeting, Semantisches Targeting und das bereits erwähnte Targeting nach der Muttersprache.

Die Anwendungen sind:

  • Suchwort Targeting
    Dabei wird auf Suchbegriffe reagiert, die in Suchmaschinen wie Google eingegeben wurden.
  • Content Targeting
    Einzelne Worte eines Textes werden als Bezugpunkt für das Targeting genutzt.
  • Semantisches Targeting
    Einblendungen werden auf den vom Nutzer gesehenen Inhalt bezogen. Dabei werden ganze Texte analysiert.
  • Muttersprachen Targeting
    Es wird auf die Mutter (Browser) Sprache des Nutzers reagiert

Grundlagen – Technisches Targeting

Beim technischen Targeting erhalten die Nutzer Inhalte, die auf die technischen Rahmenbedingungen zugeschnitten sind. Technische Bedingungen sind z.B. Hardware, Software, Übertragungsbandbreite aber auch die IP Adresse und das dazugehörige Geotargeting oder die Uhrzeit einer Anfrage.

Technisches Targeting sollte mit Vorsicht genossen werden, da sich viele Spielarten in der Zwischenzeit selbst überholt haben. Bandbreite gehört meines erachtens zu den technischen Kriterien, die nur noch in sehr seltenen Ausnahmefällen genutzt werden sollen (Ausnahme: Biete keinem einen schnellen Anschluß an, der schon einen hat).

Gute technische Mittel stellen

  • Geotargeting
  • Uhrzeit

dar. Bei einem Fall von einem Medienportal konnte sehr gut nachgewiesen werden, dass das Interesse an Reisen in den frühen Abendstunden (Peak: 19.00 Uhr) am höchsten ist. Die Konversion über Reiseplatzierungen war dementsprechend um diese Uhrzeit am höchsten.

Weitere Information zum Thema Geotargeting finden Sie hier.

Was bedeutet Online-Segmentierung

die Frage scheint trivial: „Was ist Online-Segmentierung?“ Dieser Beitrag ist der Versuch eine einfache, Antwort darauf zu geben. Bevor ich dorthin komme, widme ich mich aber der Frage – „Was ist Segmentierung?“ Ich werfe einen Blick auf Modelle, die der Segmentierung dienen und stellen mir dann die Frage, was eine Online Segmentierung so speziell macht.

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