Amazon wird Verlag

Amazon ist immer mal wieder für eine Überraschung gut. Während die Verlagswelt um Ihre Zukunft bangt, will Amazon zum Verlag werden.
Quelle: Financial Times Deutschland

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B2B Online Shops und B2B Online Handel

Der Online Shop im reinen Geschäftkundenverkehr wir zunehmend wichtiger. Es scheint keine aktuelle Studie zum Anteil der B2B Shops an den Online Shops zu geben, aber nach den Zahlen des eCommerce Leitfaden 2008, waren damals 35% aller Shops reine B2B Angebote.

Ein oft gemachter Fehler im B2B-Commerce ist, anzunehmen, dass ein Online Shop fürs B2B Geschäfts nichts anderes ist, als ein B2C Shop mit ein paar Funktionen mehr. Viele Anbieter von Online Shops gehen mit dieser Vorstellung an den Markt. Die hier entstehende Beitragsserie ist der Versuch, ein klareres Bild von den Anforderungen an einen B2B Shop zu zeichnen.

eCommerce im B2B Umfeld

Um die Anforderungen an den B2B Online Shop ermitteln zu können sollte man diesen zuerst in einem etwas größeren Rahmen betrachten.

Im Rahmen der Kernprozesse eines Unternehmens übernimmt eCommerce und damit ein Online-Shop die Rolle eines Vertriebskanals, der in die Unternehmensprozesse integriert sein muß. Der Unterschied zum B2C Commerce Angebot kann dabei sein, dass neben Einkauf und Logistik eine weitere Wertschöpfung stattfindet. Oft wird Marketing nicht als Unternehmenskernkompetenz betrachtet, ein Tatsache die im B2C Handel niemals vorzufinden sein wird. Man muß hier allerdings klar sagen, dass eine vereinfachte Grafik wie die gezeigte nicht allen Unternehmen gerecht wird, dazu ist das Thema zu vielschichtig.

Der feine Unterschied – B2B Shop ist nicht gleich B2B Shop

In den folgenden Beiträgen wird immer wieder vom „B2B Shop“ die Rede sein. Dabei muß klar sein, dass diese Aussage schon eine Vereinfachung der Handelslandschaft darstellt, die der Realität so nicht gerecht wird. Es ist also eine Differenzierung notwendig, um Anforderungen an den Online Shop besser zu erfassen. Ich möchte folgende Arten von B2B Onlineshops untescheiden:

  1.  „B2B2-Shop“ (gelesen als: B2B too-Shop)
    Es wird ein Produkt gehandelt, das sowohl für den Konsumer als auch für einen kommerziellen Nutzer interessant ist. Es handelt sich damit um keinen Shop für die Geschäftskundenabwicklung sondern um ein Mischform, die auch dem Geschäftskunden gerecht werden muß.
  2. B2B Only Shop
    Der reine B2B Shop, der als egalitärer Vertriebskanal für alle Kunden eines Unternehmens gedacht ist.
  3. C-Klasse Kunden Shop
    das Pendant zum C-Klasse Güter Shop, bezogen auf Kunden. Es geht um die 80% der Kunden, die 20% des Umsatzes machen. Die Gruppe Kunden, die nicht durch einen Vertriebsbeauftragten betreut werden können („Bitte rufen Sie erste an, wenn Sie X Mio Umsatz mit uns machen wollen …“)
  4. C-Klasse Güter Shop
    Dieser Shop dient dazu, eine Kundengruppe mit C-Klassen Gütern im zu versorgen. Typischerweise handelt es sich dabei um Ersatz- oder Verschleißteile.
  5. Online Katalog mit Bestellfunktion
    Das Internet ist ja schließlich mehr als nur ein Verkaufskanal. Es gibt nicht wenige Kunden, die Online Suchen und Offline kaufen (ROPO – Research Online Purchase Offline) oder umgekehrt, Offline im Katalog suchen und Online kaufen (auch ROPO). Diese Shop Variante ist dort wichtig, wo das Online Geschäft flankierend zum Offline Geschäft betrieben wird.
  6. Online Produktionsorder
    Ein anderer Ansatz für den Online Shop ist der Verkauf von Gütern vor der Produktion. Ein Ansatz, der zum einen in Just-In-Time Produktion münden kann, zum anderen als Order Mechanismus für komplexe Produkte. Im Unterschied zum Online Shop als Verkaufskanal generiert diese Shop Variante keine Bestellung sondern eine Produktionsorder und folgt damit anderen legalen Vorgaben.

Noch folgende Beiträge

Da das Thema den Inhalt eines einzelnen Beitrags weit überschreitet werden folgende Beiträge zu diesem Thema folgen:

  • Shop Frontend Features
    Bei den Shop Frontend Features handelt es sich, wie der Name bereits besagt, um die Funktionen des Shop Frontends, also den Funktionen, die der Nutzer an die Hand bekommt, um den Shop zu bedienen.
  • Kunden / Kundenkonto
    Wenn wir den rationalen Käufer unterstellen, so ist der B2B Kunde von dem Wunsch geprägt, den Einkauf so effizient und Nutzenstiftend wie möglich zu gestalten. Ein Werkzeug dabei ist sein Kundenkonto.
  • Produkte
    Hier geht es um Informationen zur Produktrecherche. Was muß die Darstellung und informationelle Ausgestaltung der Produkte leisten, um den B2B Kunden gerecht zu werden.
  • Pricing
    Der Preisbildung sind nur wenig Grenzen gesetzt und damit unabhängig vom Produkt zu betrachten.
  • Payment
    Bezahlung im B2B Umfeld umfasst die üblichen Bezahlmethoden, geht aber auch darüber hinaus. Im Geschäftsverkehr mit „guten Kunden“ werden Rechnungskauf und damit Themen wie Skonto wieder relevant. Neben den Bezahlmethoden sind Fragen wie Bonität von Relevanz.
  • Shipping
    Oft ein unterschätztes Problem. Die eigenen Logistik muß ebenso funktionieren, wie ein Versand mittels DHL.
  • Internationalisierung
    Auslandsniederlassungen, mehrere Lager, Umsatzsteuer, Mehrsprachigkeit, Mehrwährungsfähigkeit, etc.
  • Schnittstellen
    Ein Online Shop sollte immer mit seiner Außenwelt sprechen. Bei einem B2B Online Shop sind dies jedoch nicht immer die Handelssysteme (Warenwirtschaft, Buchhaltung, Lager) sondern u.U. Systeme in der Produktion oder das CRM.
  • Rechtliche Aspekte
    Es sind andere rechtliche Rahmenbedingungen in der Geschäftskundenbeziehung zu beachten.
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Neustart von Quelle.de

Ein alter Bekannter kommt wieder. www.quelle.de wird neu gestartet.

Nach dem Bankrott von Arcandor ging Quelle.de in die Insolvenzmasse des Unternehmens ein und wurde vom Otto Konzern als Marke erworben. Der Otto Konzern  ist es auch, der ab dem 10.08.2011 mit quelle.de wieder an den Start geht.

Quelle.de wird als Marktplatz mit geringer Zugangshürde aufgelegt, ist damit z.B. mit Amazon.de vergleichbar. Damit reiht sich Quelle.de in die lange Reihe der Online Vertriebskanäle ein.

es ist soweit! Wie Sie wissen, startet quelle.de morgen im Laufe des Tages mit dem Livebetrieb. Wir freuen uns sehr darauf!

Eine wichtige Information: Das QUELLE-Händlerportal ist in Vorbereitung auf den morgigen Launch zur Zeit nicht erreichbar ist.

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihnen mit dem ersten QUELLE-Händlernewsletter am 17.08.2011 einen Einblick in den Pressespiegel über quelle.de geben können.

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Google goes Social

Über Google+ habe in letzter Zeit unzählige Menschen geschrieben, dass wenig neues zu sagen bleibt. Eine Randnotiz in diesem Zusammenhang ist mir aber eine Erwähnung wert.

Google schaltet seine Echtzeitsuche ab. Die Echtzeitsuche bestand im Kern aus einer Kooperation mit Twitter, die ausgelaufen ist. Just zum Zeitpunkt als Google auch mit dem Google+ Handstreich auf den social Media Markt stürmte.
Ironischer Weise hat Google diesen Schachzug auf Twitter announciert (@googlerealtime).

Es ist abzusehen, dass Google Realtime  in kurzer Zeit unter anderem Namen gefüttert mit News aus Google+ wieder in der Google Suche auftaucht.

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Google Shopping – Änderungen in der Feedspezifikation

vor einiger Zeit stand der Begriff “Google Dance” für ein gefürchtetes Phänomen, wenn Google Änderungen an der Indexierung von Webinhalten vornahm. In der Zwischenzeit tanzt Google auf vielen Hochzeiten.

Vor einiger Zeit ging folgende Email bei mir ein: “Google Produktsuche: Wichtige Änderungen an Feed-Spezifikationen und Programmrichtlinien“. Ich will hier nicht den kompletten Email Text wiedergeben sondern nur die wichtigsten Änderungen und Ihre Auswirkungen auf Google Shopping und den Händlern, die Google Shopping nutzen.
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Zalando wird zum Marktplatz

In der Politik müßte es an dieser Stelle heißen: “Wie in der Regel wohlinformierte Kreise verlauten lassen…”:
Zalando macht den nächsten Schritt in seiner Entwicklung. Nachdem in den letzten zwei Jahren viel Geld in Online-Marketing und damit Reichweite investiert wurde, will Zalando die Reichweite nun im großen Stil vermarkten. Dazu schlägt Zalando den Weg ein, den Amazon und Neckermann bereits einige Jahre früher erfolgreich beschritten haben – der Online – Shop wird zum Marktplatz.

Noch darf gerätselt werden, ob verlgeichbar zu Amazon ein offener Marktplatz geschaffen wird, auf dem jeder handeln kann, oder ob wie Neckermann eine exklusive Händlerschaft selektiert wird, die ein gut selektiertes Sortiment im Namen von Neckermann liefern.

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Europäische Umsatzsteuerids überprüfen für B2B eCommerce

Europäische UmsatzsteuerID Check Online

die Europäische Gemeinschaft hat einen riesigen Binnenmarkt über Landesgrenzen hinweg geschaffen. Für den B2B Geschäftsverkehr bietet sich dabei die Möglichkeit Waren innerhalb der EU ohne Anrechnung der Mehrwertsteuer zu handeln. Was es dazu braucht ist eine valide Umsatzsteuer ID des Käufers. Damit ergibt sich aber schon eine kleiner Hürde, wenn wir den Vorteil des umsatzsteuerfreien Handels im eCommerce anwenden wollen.

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) schreibt dazu:

Die Unternehmereigenschaft des Leistungsempfängers ist nachzuweisen, um eine Lieferung – bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen – als steuerfrei behandeln zu können. Bei sonstigen Leistungen ist durch Nachweis der Unternehmereigenschaft des Leistungsempfängers eine Verlagerung der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger möglich.

Eben dieses Amt stellt einen Online Service zur Verfügung, der es ermöglicht, eine europäische (nicht deutsche) UmsatzsteuerID zu verifizieren.

UmsatzsteuerID Abfrage

Eigene UstID
Zu testende UstID
Firmenname (optional)
Ort (optional)
PLZ (optional)
Strasse (optional)

Bei den Daten im Formular handelt es sich um Beispieldaten, die natürlich geändert werden können.

Ergebnis

Weiterführende Informationen zur UmsatzsteuerID

und ein kleiner Zusatz

Bei dem Service handelt es sich wohl um den Weltweit einzigen Service mit “Öffnungszeiten”.Da heißt es wörtlich:

Wichtiger Hinweis:
Über diese Schnittstelle können Sie sich täglich, in der Zeit zwischen 05:00 Uhr und 23:00 Uhr, die Gültigkeit einer ausländischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) bestätigen lassen.
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Google – Cleanup

Wer Google nicht nur als Suchmaschine kennt, wird bemerkt haben, dass sich in der Reihe der Google Angebote das großreinemachen angefangen hat.

Von den unzähligen Google APIs werden die folgenden nicht weitergepflegt, aber vorerst noch weiter betrieben:

  • Code Search
  • Diacritize
  • Feedburner
  • Finance
  • Power Meter
  • Sidewiki
  • Wave

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Produkt- und Preissuchmaschinen Liste

seit gestern ist die Liste der Produkt- und Preisssuchmaschinen in überarbeiteter Form verfügbar. Neben einigen generellen Produktrobotern sind noch ein paar Preissuchmaschinen für Nischenprodukte hinzugekommen. Vorschläge von weiteren Produktsuchmaschinen, Preissuchmaschinen oder Preisvergleiche werden gern über die Kommentarfunktion entgegengenommen.

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Social Media als Marketingkanal – eine neue Bewertung

der Mut, den die PepsiCo Inc. aufgebracht hat, kann ich nur bewundern. Mit dem “Refresh Project” startete Pepsi, das bisher größte und ambitionierteste Social Media Projekt, das die Welt je gesehen hatte.

Erstmals seit 23 Jahren hatte Pepsi in 2010 beim amerikanischen Superbowl keine Spots geschaltet. Stattdessen setzte der Getränkehersteller auf eine Social-Media-Kampagne, die rund 20 Millionen Dollar gekostet hat. Das sogenannte „The Pepsi Refresh Project“ startete Mitte Januar 2010.

Mit einer Websites, Videos, Facebook Integration und vielem mehr hat dieses Projekt wahrscheinlich alles erreicht, was eine Social Media Projekt erreichen kann. 3,9 Mio Facebook likes, fast 70.000 Twitter Follower, 80 Millionen Kundenstimmen. Aus dieser Sicht war das Refresh Project ein voller Erfolg.

Die Rechnung des Projekts wurde am 9.Mai letztendlich im Wallstreet Journal präsentiert. Pepsi hat den Kampf mit Coca-Cola um die Führungsrolle bei Softdrinks endgültig verloren. Laut Wallstreet Journal hat Pepsi den bisherigen zweiten Platz nach Verlaufsstatistik seit 2010 an Diet Coke verloren. Im Vergleich dazu hat Coca Cola in klassische Werbung investiert, ein typischer Mix aus TV, TV und ein bisschen anderem und stellt sich damit “innovationslos” in die Siegerpose.

Für Pepsi leider zu spät, hat Forrester Research und GSI Commerce den Einfluss von Social Media auf das Verkaufsverhalten im Rahmen einer Studie aufgezeigt. Das Ergebnis war ähnlich ernüchternd wie die Verkaufszahlen von Pepsi – Der Einfluss auf das Einkaufsverhalten wird in der direkten Messung mit 2% bewertet. Bei der indirekten Reichweite liegt die Schätzung bei 5 – 7% Beeinflussung.

Bewertung von Social Media

Das Ergebnis dieses Experiments sollte das Ende des Social Media Hype einläuten und Platz schaffen für eine realistische Bewertung von Social Media Aktivitäten:

  • Social Media ist kein Marketing Kanal zur Verkaufsförderung.
  • Social Media Marketing (SMM) dient der Markenbildung oder der Imageförderung.
  • Social Media Marketing ist ein Mittel für Public Relations.
  • Der Anteil von Social Media am Online Marketing Mix sollte in derselben Relation stehen, wie der PR Anteil am Gesamtmarketing Mix.

Für alle, die sich mehr von Social Media erhofft hatten, sei angemerkt, dass die nächste Hypewelle sicher schon auf die Werbeküste zurollt.

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