Neun Online-Trends für das Jahr 2009

In diesem Jahr gewinnen Trends, die das Potenzial besitzen, die digitale Welt zu prägen, besonders an Bedeutung. Diesen sind laut der Futures Group, dem weltweiten Wissensforum von Millward Brown und Dynamic Logic, neun Online-Trends zuzuordnen.

  1. Preissensibilität nimmt zu
  2. Online Video Vermarktung
  3. Mobile Marketing
  4. Online Targeting
  5. Personalisierung in Games
  6. Mobile Spielekonsolen
  7. Ingame Markteing
  8. Online Multichannel Markteting
  9. Tracking aller Kanäle

Der Einschätzung von Millward Brown zufolge ist zu erwarten, dass Konsumenten im Zuge der Wirtschaftskrise noch sensibler als bisher auf das Thema „Preis“ reagieren werden. Somit sei nicht nur ein steigender Zugriff auf Preisvergleich-Websites wie „Billiger.de“ wahrscheinlich, sondern nehme auch der Einfluss dieser Seiten auf Kaufentscheidungen zu. Laut dem internationalen Marktforschungsinstitut sind Unternehmen gut beraten, auf die Sparwünsche der Konsumenten einzugehen, indem sie beispielsweise Taktiken wie Spar-Tipps und Online-Rabatt-Coupons nutzen. Zudem seien Marketing-Maßnahmen zum Markenaufbau für den langfristigen Erfolg auch während der Krise unabdingbar. Ein weiter anhaltender Trend sei die Kommerzialisierung von Online-Videos. Mit Blick auf 2009 stelle sich jedoch die Frage, ob Marketing-Spezialisten eher in etablierte Formate wie „Hulu“ und „Yahoo“ investieren oder Content für interaktive Formate wie „Youtube“ produzieren. Im großen Stil ließen sich auch virale Videos einsetzen. Wenn diese nicht nur eine unterhaltsame Spielerei sind, sondern als Bestandteil der Markenstrategie die einzelnen User gezielt ansprechen, sagt die Futures Group ihnen große Erfolgschancen voraus.
Mobile Marketing gelte mit SMS-, MMS- und Display-Werbung mittlerweile als fester Bestandteil des digitalen Marketings. Erste Forschungsergebnisse von Millward Brown zum Thema Mobile Marketing Performance würden zudem auf klare Vorteile für Marken hinweisen, die diese Werbeformen frühzeitig nutzen. Für den Großteil aller Online-Werbeausgaben sei Suchmaschinen-Werbung verantwortlich und werde auch ein wichtiges Feld bleiben. Neue Möglichkeiten sollen Werbetreibenden in diesem Bereich Innovationen wie etwa die Integration von Audio- und Videoinhalten in Ergebnislisten von Suchmaschinen eröffnen. Noch wichtiger werde zu Zeiten finanzieller Zwänge auch Targeting, also das Umreißen klarer Zielgruppen. Dabei werden voraussichtlich Techniken wie ISP-Targeting, Geo-Targeting über GPS sowie Targeting über Social Networks eine größere Rolle spielen.
Die Trends im Computerspiele-Markt seien die Integration personalisierter Elemente und die Verlagerung auf mobile Konsolen, während Online-Gaming bei fast allen großen Spieleprojekten zu finden sei. Für Werbetreibende biete sich hier die Möglichkeit, eigene Spiele um die Marke aufzubauen oder durch Tie-ins auf die Spielewelle aufzuspringen. Im Zuge einer Verlagerung der Werbebudgets auf den Online-Bereich würden Werbetreibende mehr digitale Kanäle als bisher in ihre Online-Kampagnen integrieren. Damit steige der Tracking-Bedarf, das Gewicht und die Wirkung verschiedener Elemente messbar und damit vergleichbar zu machen. Die Nutzung von Daten wie der Suchhäufigkeit über Seitenaufrufe bis hin zu Abschlussquoten von Online-Käufen soll ebenfalls steigen.

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