Kaum da schon wieder weg, Amazon Webstores werden eingestellt

http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/02/amazonservices/wba-top-logo-europe._V388061847_.pngAm 18.07.2012 hat Amazon zu einer Verantaltung nach Berlin geladen. Im Vorfeld wollte mir mein Ansprechpartner nicht so recht sagen, um was es geht, es sei sehr wichtig und eine riesen Innovation, dass dieser Tag auch der Tag  der Neckemann Pleite war, ist reiner Zufall.
In Berlin wurde dann, mit viel Tamtam und mehr Vertretern von Amazon USA als Besuchern aus Deutschland, der Amazon Webstore für .de vorgestellt.

In der Zwischenzeit findet sich auf der Subdomain der Amazon Webstores (webstore.amazon.de) die folgende Meldung:

Der Amazon Webstore wird also, weniger als zwei Jahren nach seiner Ankündigung, wieder eingestellt. Es ist nur der .de Shop betroffen. Unter webstore.amazon.co.uk finden wir nach wie vor die Anmeldung für den Amazon Mietshop.

Es dürften mehrere Gründe vorliegen, weshalb der Service nicht angenommen wurde, der Preis war es sicher nicht. Hier ging Amazon mit einem Angebot an den Markt, das nur wenige Anbieter von Mietshoplösungen unterbieten können.

  • Amazon Webstore:  24,99 Euro monatliche Grundgebühr
  • Amazon Payments:  1,9 Prozent + 0,35 Euro

Auch kleinen Zusätze, wie dynamisches skalieren bei Lastspitzen, waren im Markt der Shopslösungen interessant, trotzdem konnte Amazon hier nicht überzeugen.

Bei den Ursachen würde ich eher vermuten, dass der, in Händlerkreisen schlechte Ruf Amazons den größten Beitrag geleistet hat, dass wenige Händler auf diese Lösung vertrauen wollten. Der E-Commerce Leiters eines großen Versandhändler hat das Verhältnis der Online-Händler zu Amazon mit dem schönen Satz kommentiert: „Wer mit dem Teufel ins Bett geht darf sich nicht wundern wenn es heiß wird.“