Behavioural Targeting groß im Kommen

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten verlangen die Marketer nach effizienten Onlinemarketing-Strategien. Performance-orientierte Angebote wie verhaltensorientierte Werbung und Affiliate Marketing werden deshalb 2009 deutlich zulegen. Das hat eine aktuelle Expertenumfrage der Technischen Universität München ergeben.

66 Prozent der Online-Marketing-Entscheider überlegen, verhaltensorientierte Werbung im nächsten Jahr einzusetzen: Knapp 29 Prozent davon planen konkret damit, etwa 37 Prozent denken darüber nach. Vor allem in der Internetbranche und im Reise- und Transportbereich werden 32 Prozent bzw. 29 Prozent der Teilnehmer Behavioral Targeting innerhalb der nächsten zwölf Monate als Online Marketing-Technik nutzen.

„In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wollen die Unternehmen ihre Online Marketing-Budgets so effizient wie möglich einsetzen. Werbungtreibende entdecken daher Behavioral Targeting als wirkungsvolles Instrument, um Streuverluste bestmöglich zu vermeiden“, erklärt Prof. Dr. Florian von Wangenheim vom Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing an der TU München.

Die verstärkte Performance-Orientierung der Unternehmen und Werbekunden spiegelt sich in einem weiteren Studienergebnis wider: Das Abrechnungsmodell CPO („Cost per Order“), bei dem die Werbeleistung abhängig von den erzielten Verkäufen vergütet wird, ist für die meisten der Befragten am erfolgreichsten. Dahinter folgen „Cost per Lead“ und „Cost per Action“. Auf den hinteren Rängen landen Abrechnungsformen per Klick oder per Tausend Kontakte.

Auffällig dabei: Derzeit machen sich noch wenige Unternehmen Gedanken darüber, welche Einzelmaßnahme welchen Beitrag zum letztendlichen Verkauf geliefert hat. Für nahezu alle Befragten ist die derzeit geltende Praxis, bei der immer der letzte Klick vergütet wird, kein Thema. Nur fünf Prozent empfinden diese inzwischen als überholt.

83 Prozent nutzen Affiliate Marketing

Affiliate Marketing wird der Analyse zufolge ebenfalls immer beliebter: Bereits 83 Prozent der Studienteilnehmer nutzen Affiliate Marketing als Online-Marketing-Instrument. Im Vorjahr waren es nur 47 Prozent. Über die Hälfte der Affiliate-Marketing-Anwender möchte hiermit hauptsächlich zusätzliche Umsätze generieren. Für etwa ein Drittel der Befragten ist Affiliate Marketing jedoch nicht nur ein reiner Vertriebskanal, sondern beinhaltet auch eine marketingstrategische Komponente. Diese Ansicht teilen vor allem Vertreter der Telekommunikations- und Internetbranche.

Auch bei der Budgetplanung wird Affiliate Marketing künftig stärker berücksichtigt: Aktuell verwenden bereits 18 Prozent der Befragten mehr als 20 Prozent ihres Gesamtbudgets für diesen Online-Marketing-Kanal. Dieser Anteil soll 2009 auf 32 Prozent steigen. Auffällig dabei: Unternehmen mit niedrigeren Marketing-Budgets setzen öfter auf Affiliate Marketing, als solche mit höheren.

Die Studie wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes des Lehrstuhls für Dienstleistungs- und Technologiemarketing an der TU München in Kooperation mit der ValueClick Deutschland GmbH durchgeführt. Sie kann kostenlos angefordert werden unter onlinemarketing@marketing.wi.tum.de

Quelle: http://www.internetworld.de/

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