Archiv des Autors: Uli Häfele

Fehler in Shopware Demoshop bei Rabatt

Bei einfachen Tests mit Shopware im durch Shopware zur Verfügung gestellten Shopware Demo Shop ist mir ein Phänomen aufgefallen, das entweder ein Fehler ist, oder eine sehr ungewöhnliche Interpretation des Begriffs „Rabatt“ bedeutet.

Im Shopware Demo Shop ist auffällig, dass die meisten Preise auf exakte Euro Beträge eingestellt sind. Auf der Suche nach einem abweichenden Artikel bin ich in der Kategorie „Specials&Sales“ gelandet.

Fashion Sale _ Specials & Sale _ Demoshop

Dort gibt es den Artikel „Die Zeit 100“, eine Damenhandtasche mit einem Preis von 99,95€, der auf 69,95€ reduziert wurde.

ashion Sale _ Specials & Sale _ Demoshop-Details

Sobald ich mir diese Tasche zwei mal in den Warenkorb lege, erhalte ich eine Detail Berechnung in der Warenkorb Übersicht, die wie folgt aussieht.

Warenkorb-Kurzdarstellung

Diese Detailberechnung zeigt, dass der auf der Detailseite angegebene Rabatt der Handtasche nur einmal abgezogen wird. Mögliche Ursachen hierzu sind:

  1. Der Rabatt 20% auf Damenhandtaschen wurde so definiert, dass er nur einmal gewährt wird.
    Damit wäre die Einstellung relativ unsinnig und Aufgrund der Anzeige in der Detailseite vermutlich auch rechtlich Fragwürdig, denn ein Einmal Rabatt kann eigentlich nicht ohne Fußnote „Wird nur auf den ersten Artikel“ gewährt, für den Artikel angegeben werden
  2. Die Berechnung des Rabatts im Warenkorb ist falsch
    wovon ich im ersten Schritt nicht ausgehen möchte.

Erstaunlicher Weise, ist das Demoshop Backend aktuell nicht offen zugänglich, denn dort wäre es ein einfaches, dies zu überprüfen.

Ich werde dieses Thema an Shopware herantragen und hoffe, dass dies korrigiert wird.

 

Facebooks kampf gegen Fake News

Es ist nicht neu, dass Facebook ein Problem mit Falschnachrichten hat. Dass Facebook diese bekämpfen möchte wird von Facebook Seite ebenfalls seit längerem betont. Jetzt sind die ersten konkreten Maßnahmen eingeleitet worden!

Das Ergebnis ist das Eingeständnis von Facebook, dass dem Problem nicht Herr zu werden ist. Anstatt echter Maßnahmen wälzt Facebook das Problem auf den Facebook Nutzer ab und gibt dazu 10 Tipps, wie man Fake News erkennt.

Facebook:
10 Tipps zum Erkennen von Falschmeldungen

Wir möchten die Verbreitung von Falschmeldungen auf Facebook unterbinden. Erfahre mehr über das, was wir hier machen. Während wir daran arbeiten, die Verbreitung einzugrenzen, findest du hier einige Tipps, worauf du achten solltest:

  1. Lies Überschriften kritisch. Falschmeldungen haben häufig reißerische Überschriften in Großbuchstaben und mit Ausrufezeichen. Wenn schockierende Behauptungen in der Überschrift unglaubwürdig klingen, sind sie es vermutlich auch.
  2. Sieh dir die URL genau an. Eine unechte oder nachahmende URL kann ein Hinweis auf Falschmeldungen sein. Viele Seiten mit Falschmeldungen ahmen echte Nachrichtenquellen nach, indem sie minimale Änderungen an der URL vornehmen. Du kannst die Seite aufrufen, um die URL mit etablierten Quellen zu vergleichen.
  3. Überprüfe die Quelle. Stelle sicher, dass die Meldung von einer Quelle stammt, der du vertraust, und die für ihre Glaubwürdigkeit bekannt ist. Wenn die Meldung von einer unbekannten Organisation stammt, überprüfe den Abschnitt „Info“, um mehr zu erfahren.
  4. Achte auf ungewöhnliche Formatierungen. Viele Seiten mit Falschmeldungen enthalten Tippfehler oder seltsame Layouts. Lies mit Vorsicht, wenn du so etwas bemerkst.
  5. Sieh dir Fotos genau an. Falschmeldungen enthalten häufig manipulierte Bilder oder Videos. Manchmal ist das Foto echt, wurde jedoch aus dem Kontext gerissen. Du kannst nach dem Foto oder Bild suchen, um zu überprüfen, woher es stammt.
  6. Überprüfe die Datumsangaben. Falschmeldungen können chronologisch unlogisch sein sowie geänderte Datumsangaben von Ereignissen enthalten.
  7. Überprüfe die Beweise. Sieh dir die Quellen des Autors genau an. Mangelnde Beweise oder der Verweis auf ungenannte Experten können ein Hinweis auf eine Falschmeldung sein.
  8. Sieh dir die URL genau an. Wenn keine andere Nachrichtenquelle dieselbe Meldung veröffentlicht, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Meldung falsch ist. Wenn die Meldung von mehreren vertrauenswürdigen Quellen veröffentlicht wird, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie wahr ist.
  9. Ist die Meldung ein Scherz? Manchmal ist es schwierig, Falschmeldungen von Humor und Satire zu unterscheiden. Überprüfe, ob die Quelle für Parodien bekannt ist und ob die in der Meldung enthaltenen Details und ihr Ton darauf hindeuten, dass es sich lediglich um einen Scherz handelt.
  10. Einige Meldungen sind bewusst falsch. Denke kritisch über die Meldungen nach, die du liest, und teile nur Neuigkeiten, von denen du weißt, dass sie glaubwürdig sind.

Aus <https://www.facebook.com/help/188118808357379>

 

Ältere Magento Shops in großem Maßstab infiziert.

Das Online Shop System Magento ist durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) speziell in einer Pressemitteilung erwähnt worden.

Laut BSI ergab eine Untersuchung, dass mindestens 1000 Online Shops durch das sogenannte Online-Skimming betroffen sind. Dabei schleusen Cyberkriminelle Schadsoftware in veraltete Magento Installationen ein. Die Schadsoftware sorgt dafür, dass Informationen aus dem Zahlvorgang des Käufers direkt an die Kriminellen weitergeleitet werden.

Mit dem Dienst MageReport können Magento Shopbetreiber Ihren Shop umsonst untersuchen lassen um einen ersten Hinweis zu bekommen, ob der entsprechende Shop betroffen ist.

Generell ist es die Pflicht eines Shopbetreibers seinen Online Shop auf aktuellem Stand zu halten, um Attacken von Cyberkriminellen vorzubeugen.

Shop Nutzung Deutschland

Bei der Nutzung von Online-Shops gibt es mal wieder interessante Neuigkeiten. Das t3n Magazin hat gemeinsam mit Versa Commerce eine Umfrage durchgeführt um einige Rahmendaten im deutschen eCommerce zu ermitteln.

Teilnehmer der Umfrage waren 585 „kleine bis mittlere“ Online Händler. Leider ist die Definition von „klein bis mittlere“ etwas ungenau, was die Aussagekraft der Studie schwächt. Ein trotzdem überraschendes Ergebnis ergab sich bei der Nutzung der diversen Shop-Plattformen.

shopsysteme deutschland laut t3n Umfrage

Die erste Überraschung, ist eine positive für Shopware. Das Shopsystem hat mit 20% die Führung in diesem Segment übernommen.  Magento verliert im deutschsprachigen Raum an Boden, was durch fehlenden Support und Probleme beim letzten Release sicherlich zu erklären ist. Der Innovationsstau der Oxid leider seit einiger Zeit lähmt macht sich in einem schwindenden Marktanteil im Stammsegment des Shops bemerkbar.

IT Sicherheitsgesetz – Updates Pflicht im Web

Für Betreiber von kommerziellen Websites und Shops gibt es seit Juli 2015 eine Neuerung, die viele in Ihrer Tragweite noch nicht verstanden haben dürften. Das IT Sicherheitsgesetz verpflichtet Online Shop Anbieter und Betreiber von Websites mit kommerziellem Hintergrund dazu Ihre Systeme auf aktuellem Stand zu halten.

Logo-BsiDas IT-Sicherheitsgesetz betrifft unterschiedliche Gruppen. Am stärksten Betroffen sind sicherlich die Anbieter kritischer Infrastrukturen. Der „normale“ Websitebetreiber fällt sicherlich nicht in diesem Bereich. In der ersten Auslegung des Gesetzt spricht das Bundesamt für Sicherheit (BSI) in der Informationstechnik explizit auch von Betreibern von Webangeboten. Genannt sind diese Gruppen:

  • Betreiber von Webangeboten (z.B.: Online-Shop-Betreiber)
  • Telekommunikationsunternehmen
  • Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Betreiber)

Pflicht zum Update

Es wird in den FAQs auch von den Maßnahmen gesprochen, die ein Betreiber von Webangeboten zu erfüllen bzw. zu beachten hat.

Mit Inkrafttreten des IT-Sicherheitsgesetzes müssen Webseiten-Betreiber technische und organisatorische Maßnahmen nach dem Stand der Technik ergreifen, um sowohl unerlaubte Zugriffe auf ihre technischen Einrichtungen und Daten als auch Störungen zu verhindern.

Das BSI stellt oftmals fest, dass auf Webservern veraltete und angreifbare Softwareversionen laufen. Eine grundlegende und wirksame Maßnahme ist daher das regelmäßige und rasche Einspielen von Software-Updates und Sicherheitspatches, die jeder Anbieter eines Telemediendienstes beachten sollte.

Neben der Verpflichtung, es einem Angreifer so schwer wie möglich zu machen, das System zu entern, ist generell gefordert, die Basissysteme auf dem aktuellen Stand zu halten.

Kommerziell oder nicht kommerziell

Das kommerzielle Ziel eines Online-Shops steht in der Regel nicht in Frage. Anders sieht das bei einer Website aus. Die Interpretation, dass eine kommerzielle selbst dann gegeben ist, wenn z.B. Banner geschaltet werden, bringt viele Websitebetreiber in Zugzwang.

Fazit

Für Shop- und Website Betreiber sollte es nach diesem Gesetz nicht mehr eine Option sein, die Software Ihres Angebots aktuell zu halten, sondern ein Muß.

die angesagtesten Shop Systeme in Deutschland

eine Frage, die mich immer wieder bewegt ist, welche Shopsysteme sind aktuell in Deutschland führend im Einsatz und wie wird sich dies entwickeln. Die Fragestellung ist zugegebenermaßen nicht einfach und wird leider zu oft durch auf der Basis von Features oder nach dem Besuch von Anbieter „Partnerevents“ beantwortet.

„ich war neulich auf dem xxxxxx Event von xxxxxxx, die haben jetzt xxxxxx, daran bastelt yyyyyyy schon seit Jahren und die kriegen das nicht hin. Das ist echt das kommende Shopsystem“

Das ist selten eine gute Basis für die Entscheidung auf welches System man in Zukunft setzen soll.

Übersicht Deutschland

Für den deutschen e-Commerce Markt gibt es unterschiedliche Quellen, die je nach Methode der Untersuchung von unterschiedlichen Zahlen sprechen. Ich möchte die Quellen und deren Untersuchungsmethoden hier kurz wiedergeben und danach einen Zahlenvergleich aufstellen.

Statista

Statista.com – genutzte Shop Systeme durch Online Shops ist ein bekannter Anbieter für Statistiken. Hier ist eine Übersicht für den Deutschland im Jahr 2014 zu finden.  Die Statistik ist kostenpflichtig und unter der Rubrik B2C Commerce zu finden. In dieser Statistik ist davon die Rede, dass annähernd 50% der Shop-Systeme Marke Eigenbau sind. Danach folgt Magento(15%) und Oxid E-Shop (10%). Shopware ist mit 4% eher gering vertreten. Die Anzahl der befragten Shopbetreiber liegt unter 1000.

Verteilung-DE-2014

Content Driven Commerce

Auf dem Blog content-driven-ecommerce.de – Shop Nutzungszahlen finden sich neuere Zahlen, die sich allerdings nicht exakt verivizieren lassen. Laut dem Blog Beitrag wurde mittels eines eigenen Crawlers nach Shopsystemen gesucht. Die Anzahl der gecrawlten Shops liegt bei ca. 7000. Wichtig ist hier, dass nur ca. 50% der Systeme wirklich zugeordnet werden konnten.

Verteilung-DE-2015

Und der Rest der Welt?

Wer sich für Weltweite Verteilung von Shopsystemen sucht, wird früher oder später auf Hivemind – ecommerce Report und deren eCommerce Report stoßen. Spätestens dort sehen, wir, dass die Welt anders tickt. Außer Magento hat keines der weitverbreitenden Systemen in Deutschland einen Fuß im Weltmarkt.

Darstellung von Produktbewertungen

Bei der Darstellung von Produktbewertungen sollte das Ziel sein, den maximalen Käufernutzen zu erreichen. Um hier eine gute Balance zwischen Kaufanreiz und Informationsfülle zu erreichen steht die Überlegung im Vordergrund, in welcher Kaufsituation sich der Käufer befindet.

Anbietersuche

In dieser Phase ist der potentielle Kunde noch nicht bis in unseren Shop vorgedrungen. Er bewegt sich auf Suchmaschinen, Preisvergleichen und ähnlichen Angeboten.

Wir müssen also neben der Darstellung im eigenen Shop bereits schon die Darstellung in der Suchmaschine berücksichtigen. Google macht hierzu recht gute Vorgaben, wie man mittels der Rich-Snippets ein Produkt- und in diesem Zusammenhang auch seine Bewertung auszeichnet.

Google Rich Product Snippet

Weiterlesen